Aktionfotos, mitgezogen, Entfernungen ca. 60 und 70 Meter

Canon 1Ds Mark 3, 5.6 800 mm                 Canon 1Ds Mark 3, 5.6 800 mm
1/45, F 27.0, ISO 200, Beanbag                 1/30, F 32.0, ISO 200, Beanbag

Bei Entfernungen von ca. 80 - 100 Meter hat man beim 800er immer noch »Freistell-Eigenschaften«

Canon 1Ds Mark 3, 5.6 800 mm                  Canon 1Ds Mark 3, 5.6 800 mm
1/1500, F 8.0, ISO 400, Beanbag                1/1500, F.8.0, ISO 400, Beanbag

Gegenlichtaufnahmen haben durch die hohe Verdichtung bei dieser Optik ihren besonderen Reiz. Vor allem mit der Canon Kameraeinstellung »Tonwertpriorität« sind sie absolut problemlos. Belichtungskorrekturen sind fast nur bei Aufnahmen in die direkte Sonne erforderlich. Chromatische Aberrationen kennt das Canon 5.6 800mm auch nicht. Schärfe und Kontrastleistung sind auch im Gegenlicht überragend. Durch den Einsatz von Konvertern an kürzeren Hochleistungs-Teleobjektiven ist eine vergleichbare optische Leistung kaum erreichbar. Das 800er kann aber auch mit zusätzlichen Konvertern genutzt werden. Mit dem 1.4er Konverter funktionierte der Autofokus an einer 1D Mark 4 von einem Kollegen noch tadellos.

Canon 1Ds Mark 3, 5.6, 800 mm                 Canon 1Ds Mark 3, 5.6, 800 mm
1/500, F 6.7, ISO 200, Beanbag                  1/500, F 8.0, ISO 400, Beanbag
 

Trotz der Extrembrennweite von 800 mm gab es noch Situationen, bei denen die Telereichweite mit der 1Ds III nicht mehr ausreichte. Nun wurde die Optik an der Eos 7D mit ihrem 1.6er Crop-Faktor zur spektivähnlichen Wunderwaffe.

Aber auch wirklich spektivähnlich bei den knapp 1300 mm Brennweite. Ich habe zur Vorvisierung den Blitzschuh als Kimme und den Feststellknopf der Gegenlichtblende als Korn genutzt, damit war man dann schon einigermaßen im Ziel. Ohne meine Schießausbildung während meiner Jugend mit der entsprechenden Atemtechnik wäre es kaum möglich gewesen, ein sich schnell bewegendes Tier im Sucher zu halten. Ausschuss durch Anschnitt blieb aber auch dann nicht aus.
Aber solche Extrembrennweiten mit all ihren möglichen Aufnahmeproblemen wie Verwackelungs- oder Bewegungsunschärfen und der äußerst geringen Schärfentiefe setzt man eh nur in besonderen, anders nicht zu lösenden Aufnahmesituationen ein. Das waren natürlich als erstes die Kälbergeburten, deshalb war ich ja vor Ort.

Aufnahmeentfernung Bild links ca. 100 Meter, trotz hartem Sonnenlicht und Dunst ist die Schärfe immer noch ausgezeichnet.

Canon Eos 7D,                                                   Canon Eos 7D,

5.6 800 mm (ca. 1280 mm)                               5.6 800 mm (ca. 1280 mm)
1/750, F 5.6, ISO 200, Beanbag                         1/500 F 6.3, ISO 200, Beanbag

Dann kam noch so ein Tag, den man in seinem Fotografenleben oft nur einmal erlebt. Nach 24 Jahren waren erstmals wieder afrikanische Wildhunde für einen Tag in der Südserengeti. Mein Kollege und ich wollten es erst nicht glauben, haben aber trotzdem alles stehen und liegen gelassen, um sie zu finden, was auch gelang.

Canon Eos 7D,                                             Canon Eos 7D,

5.6 800 mm (ca. 1280 mm)                         5.6 800 mm (ca. 1280 mm)
1/400, F 7.1, ISO 200,                                 1/500, F 5.6, ISO 200,

Beanbag                                                       Freihand aufgestützt bei Sonnen-

                                                                    untergang

Gestalterisch kann man so eine Extrembrennweite natürlich auch sehr gut nutzen. Allerdings nur bei sehr klarem Wetter mit wenig Staub oder Dunst in der Luft. Die lange Brennweite verdichtet die Abstände von Tieren oder Gegenständen im Bild sehr stark. Hintereinander trottende Gnus werden dann, wie bei diesem Bildbeispiel zum »Serengeti-Express«.

Canon Eos 7D, 5.6 800 mm (ca. 1280 mm)
1/400, F 8.0, ISO 200, Beanbag

Abschließend noch ein paar Hyänenbabys - sieht man ja sonst auch nicht

oft so groß

Canon Eos 7D,                                              Canon Eos 7D,

5.6 800 mm (ca. 1280 mm)                          5.8 800 mm (ca. 1280 mm)
1/500, F 9.5, ISO 200, Beanbag                    1/90, F 13.0, ISO 200, Beanbag

Nikon, Canon oder beides ?

Grundsätzlich war für mich von der Bedienungslogik ein Umstieg von Nikon auf Canon oder in diesem Fall ein paralleles Arbeiten mit beiden Systemen völlig unproblematisch.

Glücklicherweise waren den Canons keine Bedienungsanleitungen beigepackt, ich konnte also sofort freudig Darauflosfotografieren ohne mich mit den letzten Tiefen der Einstellmenues herumzuplagen. Außer dass ich (ohne Bedienungsanleitung) Mangels des zweiten, von Nikon gewohnten Einstellrads eine manuelle Blendeneinstellung nur über den Umweg der Zeitautomatik hinbekommen habe, ging alles glatt. Vor allem das Bedienrad zur Festlegung des Autofokusmesspunkts bei den Canons hat es mir angetan. Es ist viel schneller zu bedienen als der umständliche Daumenknopf an den Nikons. Auch die Belichtungscharakteristik der 1Ds III hat mir besser gefallen. Ein in den ersten Sonnenstrahlen des frühen Morgens rot leuchtender Löwe blieb hier noch genauso rot, während die Nikon D3 seit dem letzten Firmware-Upgrade nun wirklich Alles neutral glattbügeln will.

 

Hierzu einige Belichtungsbeispiele, unbearbeitete Raw‘s, nur (Canon DPP/ Capture NX 2) konvertiert:

 

 

Belichtungsbeispiele Canon 1Ds Mark 3     Belichtungsbeispiele Nikon D3

 

Meine Nikon D3, neueste Firmware und vorher beim NPS zum »Check and Clean« gewesen, hat schon fast eine Zwangsneurose, alles in Richtung neutralgrau und soweit als möglich nach rechts zu belichten. Die Datensätze sind vom Grundsatz in Ordnung, benötigen aber erhebliche Korrekturen bei der Konvertierung, teilweise so weitgehend, dass die Bilder für Wettbewerbe nicht mehr einsetzbar sind.