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Fotosafaris & Workshops 2020

Covid 19 hat auch vor Kenia nicht halt gemacht und im Moment ist es noch nicht möglich, dort als Tourist einzureisen. Es besteht aber die Erwartung, dass im Laufe des August eine Einreise wieder möglich wird. Sowohl ich als auch einige Gäste können dies kaum abwarten, weil es so wenige Besucher in der Maasai Mara zur laufenden Hochsaison während der großen Migration seit Jahrzehnten nicht gegeben hat. Die Camps in der Mara rechnen mit kaum 20 Prozent der üblichen Besucher, wodurch für Fotografen und Filmer nahezu Idealbedingungen in der Maasai Mara – insbesondere an den Hotspots bei den großen Herden Crossings am Mara-Ufer – vorherrschen werden.

Falls jemand noch Interesse hat, nachdem Kenia wieder für Touristen geöffnet ist, im August oder September an einer Tour teilzunehmen, so sind noch einige Plätze frei oder wieder frei geworden.

Zur Überbrückung und für alle, die nicht in die Mara Reisen können, hier noch einige Fotos aus diesem Frühjahr. Wir waren noch bis zum letzten, möglichen Rückflug der Lufthansa nach Frankfurt in der Maasai Mara.

Die Maasai Mara hat in diesem Frühjahr durch „El Nino“ extrem viel Regen abbekommen, die teilweise zu schweren Überflutungen geführt haben. Die sonst von ihren Lichtstimmungen herrliche, kurze Regenzeit ging praktisch direkt in die große Regenzeit über. In sechs Wochen konnten wir nur einmal – und das auf sehr abenteuerliche Maasai-Art – den Talek River überqueren, um zu den 5 Boys genannten Geparden zu gelangen. Auch die kleineren Flüsse waren häufig unpassierbar, die Pisten verschlammt und die Plains mit Wasser bedeckt und so mussten wir unsere Fahrzeuge fast täglich gegenseitig aus dem Schlamm herausziehen.
Zwischendurch waren wir immer wieder mal von der Außenwelt abgeschnitten. Treibstoff für die Autos musste in großen Kanistern zu Fuß über die Hängebrücke am Mara Bush Camp transportiert werden – was eigentlich überhaupt nicht mein Ding ist – und zuletzt war auch dieser Weg von der Tankstelle in Talek abgeschnitten. Wir sind dann mit den letzten Litern Diesel im Tank über fürchterliche Schlammpisten weit in den Norden nach Mara Rianta, einem Maasai Dorf, zur Dieselbeschaffung gefahren.
Trotzdem war es vom Licht und von den Tiersichtungen wieder fantastisch. Dazu hatten wir in der letzten Woche die Mara zunehmend Zeit allein für uns, selbst die Park-Ranger mit ihren alten Fahrzeugen haben sich nicht mehr in diesen Schlamm getraut.

Ein männlicher Leopard auf einer Akazie im herrlichen, roten Morgenlicht.


Die Überflutungen in der Maasai Mara haben die Geparden zeitweise von ihren Nahrungsresourcen abgeschnitten. Sobald das Hochwasser – wie hier am Taler-River – zurück ging, konnte man sowohl die Five Boys als auch Rosetta mit ihren drei heranwachsenden Jungen beim durchschwimmen des Flusses beobachten.

Kopulierende Elefanten auf dem Rhino Ridge Hill. Leider waren hier oben auf dem Rhino Ridge zu viele Felsen im hohen Gras verborgen, um auf die für meinen Geschmack optimale (24mm Weitwinkel) Distanz an die Elefanten heranzukommen. Trotzdem war es für mich die erste gute Elefanten-Kopula seit 2003.


Giraffen vor einem Gewitterhimmel sind immer ein dankbares Fotomotiv, ob im Sonnenuntergang, als Portrait oder von Madenhackern umschwärmt.


Ein alter Elefantenbulle im Schlamm von Bila Shaka. Leider war er diesmal bei der Fotosession so unkooperativ, dass er uns am Ende mit dem Auto anheben und umwerfen wollte.

Bahati schleift ihren Riss, einen Impala Bock, durch Regen und Schlamm.


Ein Löwenpaar durchstreift bei Sonnenaufgang das nasse Gras der Topi Plains.

Drei Löwinnen vor einem aufziehenden Gewitter.


Das Topipride genannte Löwenrudel wurde von Rangers von einem Massai Dorf an der Grenze zur Mara North Conservancy, wo es vermutlich Rinder und Ziegen reißen wollte, zurück auf ihr angestammtes Terrain, den Topi Plains zurückgedrängt.


Bislang mussten wir auf der Suche nach Rhinos meist sehr weit fahren und viel Zeit investieren. Aber seit dem Sommer 2019 hat sich dieses Rhino möglicherweise das Gebiet zwischen dem Chinese Hill, unserem Mara Eden Camp und Ngenche als neues Terrain ausgeguckt. Mitte März konnte wir es kaum einen Kilometer vom Camp sehr häufig in den umliegenden Gebüschen aufspüren, sodass wir es sogar unser Haus-Rhino genannt haben.

Diese beiden Zebrahengste sind keine Spaßvögel, sondern kämpfen, wie in jedem Frühjahr üblich, um einen Haarem von Zebrastuten.


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Kommentare: 1
  • #1

    René (Sonntag, 26 Juli 2020 11:49)

    Lieber Uwe, ganz tolle Fotos!

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Serengeti Wildlife

Int. Wildlifefotograf  und Buchautor

Publikationen international und national

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Meinung meiner Workshop Gäste - Kundenbewertung  *****

Rene aus der Schweiz

März  2019:

Mein letzter Foto-Workshop im Juli 2018 war ein super Erlebnis. Es war klar, dass ich das irgendwann einmal wiederholen werden. Und warum ich es dann gleich wieder im Februar  2019 tun musste .... erfahrt Ihr hier

Dagmar Missenharter

31. Oktober 2018:

Sehr geehrter Herr und Frau Skrzypczak, heute fand ich auf meinem iPad Ihre Usbekistanbilder mit Kommentaren.  

Ich mußte einfach zu Ihren Bildern ein paar Worte schreiben, denn diese Reise hat ihren Zauber immer noch nicht verloren .... mehr lesen .

Renate M.

März 2017:

Lieber Uwe, auch wenn man mehr Raubkatzen-Liebhaber als Fotograf ist („nur“ 600 Fotos), übertrifft deine Tour alle Vorstell-ungen. Dank dir und deinem Masai-Team, die nicht nur super Fahrer sondern exzellente Spotter sind ... mehr lesen.

Dietmar Stürken

November 2016:

Hallo Uwe, seit unserer Tour ist schon etwas Zeit verstrichen aber wenn ich meine Bilder ansehe kommt die Begeisterung zurück. Die Masai Mara  war der Hammer! 30 Minuten nach Ankunft hatten wir die ersten Bilder von einem Leoparden ... mehr lesen.

April 2016:  

Last March I was on my third safari in Masai Mara with Uwe. Uwe offers the perfect combination of serious wildlife photography – only two photographers per car, from sunrise to sundowner (Tusker), no birdwatching – and a lot of fun ...  mehr lesen.

Ulrich Büker

Dezember 2015:

Im November 2015 eine fantastische Tour, ereignisreich und intensiv. Uwe und die Fahrer haben uns immer wieder toll an die Tiere herangebracht, so das viele inter-essante Aufnahmen entstanden ist. Fotografische Highlight`s pur ... mehr lesen.


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